Baader Planetarium GmbH
Galerie
Beschreibung
ENTDECKEN SIE UNSERE STERNWARTEN
Seit Beginn unserer Produktion haben wir hunderte Sternwartenkuppeln weltweit ausgeliefert. Auf unserer Kuppel-
Weltkarte können Sie mit vielen Bildern und Informationen alle Installationen sehen, die wir vorstellen dürfen – unterteilt in die Kategorien Privatsternwarten, Öffentliche Sternwarten, Forschung und Lehre, Großteleskope / -Montierungen sowie SLR / SSA / LaserCom.
Als in den 1960er‑Jahren in den USA die erste bemannte Mondlandung propagiert wurde und das sogenannte „Weltall‑Zeitalter“ begann, entstand in München eine besondere Idee, die den Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte legen sollte: Claus Baader (geb. 1924 in Schliersee), ursprünglich Journalist und Fotograf, gründete gemeinsam mit seiner Frau Inge Baader die Baader Planetarium KG, angetrieben durch seine Liebe zur Physik und inspiriert durch die neugierigen Fragen seines Sohnes Thomas. Nicht zuletzt jedoch durch seine Weitsicht bezüglich des gesteigerten Interesses der Öffentlichkeit an allen Fragen zur Raumfahrt und der Himmelsmechanik im Sonnensystem.
Die große Vision begann jedoch zunächst klein: als Kellerfirma, wo auf kleinstem Raum Entwicklung, Fertigung und Montage des ersten Produktes der Firma in Handarbeit geleistet wurde.
1966: Das Baader‑Schulplanetarium
Weltweit patentiert, didaktisch, international beachtetNoch im Gründungsjahr kam das erste Produkt auf den Markt: das Baader‑Schulplanetarium, ausgestattet mit weltweiten Patenten und entwickelt als Lehrgerät, welches ein tieferes Verständnis für die Himmelsmechanik bewirken sollte, d.h. mehr können sollte als nur „Sterne zeigen“.
Das Baader Planetarium besteht unverändert seit 1966 aus einem innen und außen deckungsgleich bedruckten, semitransparenten Ø50cm‑Sternglobus. Im Inneren arbeitet ein elektrisch angetriebenes klassisches Tellurium/Orrery – ein mechanisches Modell des Erde‑Mond‑Systems, das Bewegungen im Planetensystem nachvollziehbar macht. Die Besonderheit: Sternhimmel und das bewegte System aus Erde und Mond können gleichzeitig projiziert werden – ein didaktischer Ansatz, der räumliche Zusammenhänge unmittelbar verständlich machte.
Viele Lehrergenerationen setzten mit großer Begeisterung das Baader Schulplanetarium ein, denn es konnte als einziges transportables astronomisch didaktisches Gerät den Schülern das Sonne-Erde-Mond System durch den lichtdurchlässigen, von innen beleuchteten Sternglobus sofort verständlich machen. Die Schüler/innen sahen das Sonnensystem durch die vordere, durchsichtige Globushälfte vor dem seitenrichtigen, dunklen Sternenhimmel, da die hintere Globushälfte das Licht reflektiert. Etliche Hilfskonstruktionen, u.a. zu diversen Kometenbahnen, wurden von begeisterten Lehrern selbst konstruiert, davon wurde tatsächlich eine solche Ergänzung in Serie produziert: die Zeunerlinse, benannt nach ihrem Erfinder. Sie diente dazu, die scheinbare Sonnenbewegung an die Ekliptiklinie des Sternglobus zu projizieren, wodurch die heliozentrische Bauform des Gerätes auch geozentrische Betrachtungen ermöglichte.
Das Baader Planetarium blieb nicht unbemerkt: 1967 würdigte der Harvard‑Astronom Owen Gingerich die Lösung in Sky & Telescope als „das raffinierteste Tellurium, das je in Serie hergestellt wurde“. In den folgenden Jahrzehnten wurden über 15.000 Geräte an Schulen und Universitäten weltweit eingesetzt – und der Name Baader Planetarium wurde in der astronomischen Bildungswelt bekannt.